Recent Policy Papers

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Mit der Erhöhung auf 12 Euro liegt die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns über der Tariflohn- und Preisentwicklung

(with Benjamin Börschlein, Bernd Fitzenberger, and Martin Popp)

Zum 1. Oktober 2022 wurde der gesetzliche Mindestlohn außerplanmäßig von 10,45 Euro auf 12 Euro pro Stunde erhöht. Er liegt seither deutlich über der Entwicklung der Tariflöhne. Obwohl die hohe Inflation der vergangenen beiden Jahre die Kaufkraft des Mindestlohns geschmälert hat, liegt er preisbereinigt noch immer 11,6 Prozent über dem Niveau von 2015. Die durchschnittlichen Tariflöhne hingegen haben seitdem um 3,8 Prozent an realem Wert verloren.

Beschäftigte sehen Mitnahmeeffekte beim Kurzarbeitergeld

(with Bernd Fitzenberger, Christopher Osiander, Julia Schmidtke, und Mark Trappmann)

Mit einer Randomized Response-Befragungstechnik für sensitive Merkmale untersuchen wir inwiefern es in der Pandemie Mitnahmeeffekte in Bezug auf das Kurzarbeitergeld gab. 

Mindestlohnerhöhung im Oktober 2022: 12 Euro Mindestlohn betreffen mehr als jeden fünften Job

(with Benjamin Börschlein, Nicole Gürtzgen, and Christian Teichert)

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland soll gemäß Koalitionsbeschluss im Oktober 2022 auf 12 Euro steigen. Wir untersuchen, wie viele und welche bestehenden Beschäftigungsverhältnisse sowie Neueinstellungen im Jahr 2021 unterhalb von 12 Euro entlohnt wurden und damit von der beschlossenen Mindestlohnerhöhung betroffen sein dürfte

Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 €

Stellungnahme des IAB zur Verbändeanhörung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Entwurf eines Gesetzes zur Erhöhung des Schutzes durch den gesetzlichen Mindestlohn (MiLoEG) am 2.2.2022 

Gesetzlicher Mindestlohn: 2022 dürfte der Rückstand gegenüber der Tariflohnentwicklung aufgeholt sein 

(with Benjamin Börschlein and Jan Simon Wiemann)

Bislang hinkt die Entwicklung des gesetzlichen Mindestlohns der Entwicklung der Tariflöhne und der allgemeinen Lohnentwicklung hinterher. Mit der ab Mitte 2022 wirksamen Erhöhung auf 10,45 Euro pro Stunde dürfte dieser Rückstand überwunden werden. 


Rückgang der Arbeitsnachfrage in der Corona-Krise: Kurzfristig sind Mindestlohnbetriebe etwas stärker betroffen

(with Benjamin Börschlein)

Die anfänglich befürchteten starken negativen Effekte des Mindestlohns haben sich in den ersten Jahren nach seiner Einführung nicht bestätigt. Kritische Stimmen wiesen jedoch stets darauf hin, dass man die erste Arbeitsmarktkrise abwarten müsse, bevor ein endgültiges Urteil möglich sei. Dafür bietet die aktuelle Covid-19-Rezession nun Gelegenheit: Für das Krisenjahr 2020 untersuchen die Autoren die Entwicklung der Nachfrage nach Arbeitskräften von Mindestlohnbetrieben im Vergleich zu anderen Betrieben. Dabei zeigt sich, dass Erstere im zweiten Quartal 2020 einen etwas stärkeren Einbruch in ihrer Arbeitsnachfrage aufwiesen. Bereits im dritten Quartal erholte sich die Nachfrage allerdings wieder. Auch wenn die Mindestlohnbetriebe etwas stärker negativ von der Krise betroffen waren und etwas häufiger Kurzarbeit in Anspruch genommen haben als andere Betriebe, kann nicht nachgewiesen werden, dass der Mindestlohn ursächlich dafür war. 


Neues zur Lohnungleichheit in Deutschland

(with Bernd Fitzenberger and Arnim Seidlitz)

Die Lohnungleichheit unter Vollzeitbeschäftigten in Westdeutschland ist zwischen 1990 und 2010 stark angestiegen, wobei die Reallöhne im unteren Bereich der Lohnverteilung deutlich gefallen sind. Neuere Befunde zeigen, dass neben anderen in der Literatur diskutierten Faktoren die zunehmende Heterogenität der Erwerbsverläufe einen Teil des Anstiegs der Lohnungleichheit erklären kann. Seit 2011 ist dahingehend eine Trendwende zu erkennen, dass die Löhne der Vollzeitbeschäftigten in Westdeutschland entlang der gesamten Lohnverteilung gestiegen sind und die Lohnungleichheit nicht mehr weiter zugenommen hat. Mit der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns im Jahr 2015 erhöht sich das 10%-Quantil der gesamtdeutschen Lohnverteilung, was mit einem Rückgang der Lohnungleichheit am unteren Ende der Lohnverteilung – vor allem in Ostdeutschland – einhergeht.  


Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen

(with Nicole Gürtzgen and Benjamin Börschlein)

Der vorliegende erste Projektbericht enthält die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen“. Das Forschungsprojekt wird durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Auftrag der Mindestlohnkommission durchgeführt. Im Mittelpunkt des Berichts stehen detaillierte empirische Analysen der Effekte der Einführung und der ersten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf unterschiedliche betriebliche Ergebnisgrößen. Das zentrale Analyseinstrument bildet dabei der Differenz-in-Differenzen-Ansatz. 


Eine Bilanz nach fünf Jahren gesetzlicher Mindestlohn: Positive Lohneffekte, kaum Beschäftigungseffekte

(with Benjamin Börschlein)

Die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland jährt sich zum Jahreswechsel zum fünften Mal. Aus diesem Anlass ziehen die Autoren eine erste Bilanz über seine Auswirkungen, die im Vorfeld äußerst kontrovers diskutiert wurden. Die Wissenschaft hat im Laufe der letzten Jahre eine Reihe von Studien vorgelegt, die die Wirkung der Mindestlohngesetzgebung evaluieren. In diesem Kurzbericht werden die Ergebnisse dieser Studien zusammengetragen, um damit ein Gesamtbild über die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Mindestlohn zu liefern. Nach nunmehr fünf Jahren steht fest, dass dieser deutlich positive Effekte auf die Löhne hatte. Nicht nur in den Stundenlöhnen, sondern auch in den sozialversicherungsrelevanten Brutto-Monatslöhnen zeigt sich bei den betroffenen Beschäftigten ein mindestlohnbedingter Anstieg der Löhne um etwa 10 Prozent. Dagegen fallen die Beschäftigungseffekte des Mindestlohns sehr gering aus und konzentrieren sich auf den Bereich der Minijobs.